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Förderkonzept

Schwache fördern – Starke fordern!

Die Förderung von Schülern und Schülerinnen ist ein grundsätzlicher pädagogischer Auftrag der Schule und elementares Prinzip jedes Unterrichts. Förderung meint sowohl die bestmögliche Entwicklung des individuellen Leistungspotenzials, als auch Abhilfe bei Lernversagen und das Verhindern negativer Beurteilung. Fördern bezieht sich aber auch auf die Entwicklung und Entfaltung der kindlichen Gesamtpersönlichkeit. Fördern heißt motivieren und damit verbunden die Freude am Lernen und an Schule im Allgemeinen zu wecken. Förderung stellt ein Qualitätselement von Schule dar.

In unserer Volksschule erfolgt Förderung…

a) durch den Aufbau wichtiger sozialer Kompetenzen als Unterrichtsprinzip: „Vom ICH zum WIR“

Das Entwickeln von Einstellungen und Werthaltungen, die erfolgreiches Lernen und den Aufbau einer gesunden Persönlichkeit ermöglichen und unterstützen, ist ein grundsätzlicher Auftrag an die tägliche Arbeit der Klassenlehrerinnen.

* Regeln des Zusammenlebens, Verhaltensvereinbarungen erarbeiten, verstehen und einhalten:
   Haus- und Klassenordnung
* Teamfähigkeit: niemanden ausgrenzen, Rücksicht nehmen, Hilfe anbieten und annehmen
* Konfliktfähigkeit: gewaltfreie Lösungen finden, sachliche Kritik üben und auch annehmen lernen
* Gesprächsbereitschaft lernen: eigene Meinungen mit Argumenten begründen, Konflikte nicht anstehen
   lassen, sondern im Gespräch ausdiskutieren, Problemlösungen suchen und annehmen
* Vom gesunden Selbstvertrauen zur Empathie
* Wertschätzender Umgang miteinander

b) durch das Vermitteln von Sach- und Methodenkompetenz:

* Informationen beschaffen, vorhandene Quellen nutzen: Sachbücher, Internet, Interviews
* Wesentliches eines Sachtextes erfassen: Gliedern, markieren, Strukturieren
* Wissen effektiv einprägen, vernetzen und behalten: durch Training, Übung und Wiederholung
* Lernergebnisse präsentieren und zusammenfassen: Plakate, Projektberichte, Referate
* Seinen eigenen Lerntyp kennen lernen, Lerntechniken auswählen und anwenden

c) durch das Vermitteln von Selbstkompetenz:

* Aus eigenem Antrieb Aufgaben übernehmen, sich aktiv einbringen
* Forschergeist und Neugierde entfalten
* Selbsteinschätzung entwickeln: eigene Schwächen und Stärken erkennen und damit  umgehen lernen,
   Fortschritte und Erfolge wahrnehmen, selbstkritisch sein
* Mit Misserfolgen umgehen können: Frustrationstoleranz entwickeln, an Herausforderungen nicht
   verzweifeln, sondern sie als Ansporn nehmen

d) durch Differenzierung und Individualisierung im Unterricht:

* Erarbeitung individueller Förderpläne, regelmäßige Teambesprechungen, Beiziehen von Expertinnen und
   Experten, Kontakt mit außerschulischen Einrichtungen, vermehrte Elterngespräche, Helfer:innenkonferenzen

e) durch gezielten Förderunterricht – explizite Förderstunden:

* Förderstunden zur Stützung und zur Prävention von Schulversagen
* in flexiblen Kleingruppen
* am Kind orientiert
* in Kooperation mit den Eltern, im Sinne des Frühwarnsystems
* besondere sprachliche Förderung für Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache

Die Pflege eines guten Kontakts zur Schulpsychologin, zur Diversitätsmanagerin und zu den Beratungslehrern und -lehrerinnen ist selbstverständlich für unser Team.

Lernmotivation und Lernwille sind die entscheidenden Voraussetzungen für die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen persönlichen Lebensgeschichte. Mehr denn je ist die Entwicklung dieser Eigenschaften notwendiger Auftrag der Gesellschaft an die Schule. Selbstbewusste, eigenständige, aber auch selbstreflektierende Schülerinnen und Schüler sind das Ziel unserer Arbeit, die wir Lehrerinnen mit großem Engagement und viel Freude ausführen.